Data Security Posture Management: Wie KI sensible Daten besser schützt

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Wo liegen die sensibelsten Daten Ihres Unternehmens? Wer kann darauf zugreifen? Und welche Informationen werden möglicherweise über KI-Anwendungen verarbeitet oder ungewollt geteilt?

Mit zunehmender Cloud-Nutzung und dem Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) wird es für Unternehmen schwieriger, den Überblick über ihre Daten zu behalten. Genau hier setzt Data Security Posture Management (DSPM) an.

Microsoft Purview DSPM unterstützt Unternehmen dabei, sensible Informationen zu identifizieren, Datenrisiken zu bewerten und geeignete Schutzmassnahmen abzuleiten. Welche Rolle KI dabei spielt und wie sich diese Funktionen praktisch nutzen lassen, zeigt ETC-Experte Martin Friedl in unserem Webinar „Blindflug war gestern: Wie KI Ihr Data Security Posture Management revolutioniert“.

Wir haben die wichtigsten Erkenntnisse für Sie zusammengefasst.

Warum klassische Datensicherheit nicht mehr ausreicht

Firewalls, Endpoint Security und Identitätsschutz sind wesentliche Bestandteile einer modernen IT-Sicherheitsstrategie. Sie beantworten jedoch nicht automatisch die Frage, wie gut die eigentlichen Unternehmensdaten geschützt sind.

Informationen befinden sich längst nicht mehr ausschliesslich auf zentralen Servern. Sie werden in Microsoft Teams ausgetauscht, in SharePoint gespeichert, über OneDrive freigegeben oder durch KI-Anwendungen wie Microsoft Copilot verarbeitet.

Dadurch entstehen neue Herausforderungen für IT- und Security-Verantwortliche. Eine technisch abgesicherte Umgebung bedeutet nicht zwangsläufig, dass sämtliche darin gespeicherten Informationen angemessen geschützt sind.

Besonders kritisch wird es, wenn sensible Dokumente über zu weitreichende Berechtigungen verfügen oder ohne ausreichende Klassifizierung für zahlreiche Anwender*innen zugänglich sind.

Die zentrale Herausforderung: Unternehmen müssen nicht nur wissen, welche Daten vorhanden sind, sondern auch, wo diese liegen, wie sie verwendet werden und welche Risiken daraus entstehen.

Im Webinar erklärt Martin Friedl, weshalb sich die Perspektive der IT-Sicherheit zunehmend von der reinen Infrastrukturabsicherung hin zum Schutz der Informationen selbst verschiebt.

Welche Herausforderungen musste das Cybersecurity-Team bewältigen?

Eine der grössten Herausforderungen war die Vielzahl unterschiedlicher Systeme und Organisationen.

Bei einem internationalen Event sind nicht alle technischen Komponenten Teil einer zentral verwalteten IT-Infrastruktur. Unterschiedliche Lieferanten betreiben eigene Netzwerke, Produktionssysteme und Sicherheitslösungen.

Das wirft wichtige Fragen auf: Wie lassen sich Risiken über Unternehmensgrenzen hinweg bewerten? Wer ist bei einem Sicherheitsvorfall verantwortlich? Und wie können Security-Teams ein gemeinsames Lagebild entwickeln, wenn nicht alle Systeme zentral überwacht werden?

Beim Eurovision Song Contest wurde deshalb ein Ansatz gewählt, bei dem Lieferantensicherheit, Risikomanagement und organisationsübergreifende Koordination eine wesentliche Rolle spielten.

Hinzu kam die Bedrohung durch Cyberangriffe. Im Webinar berichtet Martin Pils unter anderem über Distributed-Denial-of-Service-Angriffe (DDoS), Betrugsversuche und das Monitoring potenzieller Bedrohungen.

Dabei ging es nicht ausschliesslich um technische Schutzmassnahmen. Ebenso entscheidend waren klare Zuständigkeiten, abgestimmte Kommunikationswege und die Vorbereitung auf mögliche Krisensituationen.

Welche konkreten Entscheidungen das Team traf und weshalb bestimmte klassische Security-Ansätze für dieses Event nicht geeignet waren, erklärt Martin Pils anhand der tatsächlichen Umsetzung.

Was ist Data Security Posture Management?

Data Security Posture Management bezeichnet einen Ansatz zur kontinuierlichen Erkennung, Bewertung und Verbesserung des Sicherheitszustands von Unternehmensdaten.

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie gut sensible Informationen über unterschiedliche Systeme und Anwendungen hinweg geschützt sind.

Microsoft Purview DSPM führt dazu Informationen aus verschiedenen Sicherheits- und Compliance-Funktionen zusammen. Dazu gehören unter anderem Microsoft Purview Information Protection, Data Loss Prevention und Insider Risk Management.

Das Ziel besteht darin, Datenrisiken nicht isoliert zu betrachten, sondern in ihrem jeweiligen Nutzungskontext zu bewerten.

Ein Beispiel: Eine Datei mit vertraulichen Kundendaten stellt nicht automatisch dasselbe Risiko dar wie eine vergleichbare Datei, die zusätzlich ungeschützt und extern freigegeben ist.

DSPM berücksichtigt deshalb neben dem Inhalt auch Faktoren wie Zugriffsberechtigungen, vorhandene Schutzmechanismen und Benutzeraktivitäten.

Wichtig ist dabei die Abgrenzung zur Data Loss Prevention (DLP). Während DLP-Richtlinien unerwünschte Datenübertragungen erkennen und gegebenenfalls verhindern können, dient DSPM vor allem dazu, Risiken sichtbar zu machen, zu priorisieren und geeignete Maßnahmen vorzuschlagen.

Die tatsächliche Umsetzung dieser Maßnahmen bleibt eine Aufgabe der zuständigen IT-, Security- und Compliance-Verantwortlichen.

Wie unterstützt KI die Erkennung von Datenrisiken?

Die Menge an Sicherheitsinformationen stellt viele Unternehmen vor eine praktische Herausforderung: Risiken werden zwar erkannt, doch nicht jede Warnung kann sofort bearbeitet werden.

Entscheidend ist daher, welche Probleme zuerst behandelt werden sollten.

Hier unterstützt die KI-gestützte Analyse innerhalb von Microsoft Purview DSPM. Die Plattform kann unterschiedliche Sicherheitssignale zusammenführen, Entwicklungen sichtbar machen und Empfehlungen für die weitere Bearbeitung bereitstellen.

Dabei spielen insbesondere drei Aspekte eine Rolle.

1. Transparenz über sensible Informationen

Die Grundlage bildet die Erkennung und Klassifizierung von Daten. Erst wenn Unternehmen wissen, welche Informationen besonders schützenswert sind, lassen sich deren Risiken sinnvoll bewerten.

2. Bewertung statt reiner Warnmeldungen

DSPM betrachtet Daten im Zusammenhang mit ihrer Verwendung. Dazu gehören beispielsweise externe Freigaben, fehlende Schutzkennzeichnungen oder auffällige Aktivitäten.

3. Priorisierung konkreter Maßnahmen

Anstatt ausschließlich Sicherheitsereignisse aufzulisten, unterstützt DSPM dabei, relevante Risiken zu priorisieren und mögliche Verbesserungen abzuleiten.

Im Webinar zeigt Martin Friedl, wie diese Zusammenhänge in Microsoft Purview dargestellt werden und welche Voraussetzungen für aussagekräftige Ergebnisse notwendig sind.

Denn eines ist klar: KI ersetzt weder eine durchdachte Datenklassifizierung noch eine funktionierende Data Governance. Sie kann Verantwortliche aber dabei unterstützen, vorhandene Informationen gezielter auszuwerten.

Microsoft Purview DSPM in der Praxis

Wie sieht Data Security Posture Management in einer tatsächlichen Microsoft-Umgebung aus?

Dieser Frage widmet sich ein wesentlicher Teil der Webinaraufzeichnung. Martin Friedl führt durch das Microsoft-Purview-Portal und erläutert anhand einer Testumgebung, wie sich Datenrisiken untersuchen lassen.

Dabei werden unter anderem zentrale Funktionen wie der Asset Explorer, die Analyse von Aktivitäten und die Empfehlungen zur Verbesserung der Datensicherheit vorgestellt.

Besonders interessant ist der Blick auf die Verbindung zwischen DSPM und KI-Anwendungen.

Microsoft Copilot arbeitet mit bestehenden Zugriffsberechtigungen. Sind Informationen innerhalb eines Unternehmens zu weitreichend freigegeben, können daraus zusätzliche Risiken bei der KI-gestützten Verarbeitung entstehen.

Das bedeutet: Wer KI sicher einsetzen möchte, muss sich auch mit der bestehenden Datenlandschaft und den vorhandenen Berechtigungen auseinandersetzen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem sogenannten Oversharing. Darunter versteht man die zu weitreichende Freigabe von Informationen, beispielsweise innerhalb von SharePoint oder OneDrive.

Im Webinar erfahren Sie, welche Möglichkeiten Microsoft Purview und SharePoint Advanced Management bieten, um solche Situationen zu analysieren.

Auch die Einbindung externer KI-Anwendungen wird thematisiert. Dabei geht es insbesondere darum, unter welchen technischen Voraussetzungen sich entsprechende Aktivitäten erfassen und bewerten lassen.

Die praktische Demonstration macht deutlich, dass DSPM nicht als isoliertes Sicherheitswerkzeug betrachtet werden sollte. Vielmehr entsteht der Nutzen durch das Zusammenspiel bestehender Microsoft-Sicherheits- und Compliance-Funktionen.

Welche Einstellungen dafür relevant sind und wie die einzelnen Bereiche zusammenarbeiten, sehen Sie in der vollständigen Webinaraufzeichnung.

Die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Webinar

Das Webinar vermittelt sowohl einen Überblick über die grundlegenden Konzepte als auch konkrete Einblicke in Microsoft Purview DSPM.

Diese fünf Erkenntnisse sind besonders relevant:

Key Takeaway 1: Datensicherheit beginnt mit Transparenz.

Unternehmen müssen wissen, welche sensiblen Informationen vorhanden sind und wo sie gespeichert oder verarbeitet werden. Ohne diese Grundlage bleibt eine gezielte Risikobewertung schwierig.

Key Takeaway 2: Datenklassifizierung ist die Voraussetzung für wirksames DSPM.

Sensitive Information Types und Sensitivity Labels bilden eine wichtige Grundlage, um schützenswerte Informationen zu erkennen und entsprechende Sicherheitsmassnahmen abzuleiten.

Key Takeaway 3: KI macht bestehende Risiken deutlicher sichtbar.

KI-Anwendungen verändern, wie Informationen gefunden, kombiniert und verwendet werden. Deshalb gewinnen bestehende Zugriffsberechtigungen und Datenfreigaben zusätzlich an Bedeutung.

Key Takeaway 4: Priorisierung ist ebenso wichtig wie Erkennung.

Eine umfangreiche Liste an Sicherheitswarnungen allein verbessert den Datenschutz noch nicht. Entscheidend ist, welche Risiken besonders relevant sind und welche Massnahmen sinnvoll umgesetzt werden können.

Key Takeaway 5: DSPM unterstützt Entscheidungen, ersetzt sie aber nicht.

Die Plattform liefert Analysen und Empfehlungen. Ob und wie entsprechende Schutzrichtlinien eingeführt werden, müssen Unternehmen unter Berücksichtigung ihrer Anforderungen entscheiden.

Diese Erkenntnisse zeigen, dass Data Security Posture Management nicht nur für Security-Administrator*innen relevant ist. Auch Datenschutz-, Compliance- und IT-Verantwortliche profitieren von einem gemeinsamen Verständnis der Datenrisiken.

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Die Informationssicherheit umfasst den Schutz kritischer Infrastrukturen, Risikomanagement und regulatorische Vorgaben. Verantwortliche benötigen dafür neben technischem Know-how auch Kenntnisse über organisatorische Prozesse und rechtliche Anforderungen.

FAQ

Data Security Posture Management ist ein Ansatz zur kontinuierlichen Erkennung und Bewertung von Risiken rund um sensible Unternehmensdaten. DSPM unterstützt Organisationen dabei, den Sicherheitszustand ihrer Informationen zu verstehen und geeignete Schutzmaßnahmen zu priorisieren.

KI-gestützte Funktionen unterstützen die Analyse und Einordnung von Datenrisiken. Sie helfen dabei, relevante Sicherheitssignale zusammenzuführen und Empfehlungen für Verbesserungsmassnahmen bereitzustellen.

DSPM konzentriert sich auf die Transparenz, Bewertung und Priorisierung von Datenrisiken. Data Loss Prevention (DLP) dient hingegen dazu, unerwünschte oder nicht erlaubte Datenübertragungen anhand definierter Richtlinien zu erkennen und gegebenenfalls zu verhindern.

Microsoft Purview DSPM bietet Funktionen zur Analyse von Datenrisiken im Zusammenhang mit KI-Anwendungen. Welche Aktivitäten sichtbar werden, hängt unter anderem von den eingesetzten Anwendungen, Integrationen, Lizenzen und aktivierten Sicherheitsfunktionen ab.

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