Wenn Millionen zuschauen: Jetzt Webinaraufzeichnung ansehen
Martin Pils gibt Einblicke in die Cybersecurity beim Eurovision Song Contest in Wien und zeigt, welche Erkenntnisse IT-Teams für ihre eigene Sicherheitsstrategie mitnehmen können.
Millionen Menschen verfolgen den Eurovision Song Contest live. Während auf der Bühne Musik, Licht und aufwendige Showeffekte im Mittelpunkt stehen, arbeiten im Hintergrund zahlreiche IT- und Security-Expert*innen daran, einen sicheren und störungsfreien Ablauf zu gewährleisten.
Die Cybersecurity beim Eurovision Song Contest ist eine besondere Herausforderung: Unterschiedliche Netzwerke, zahlreiche technische Dienstleister, komplexe Produktionssysteme und eine internationale Bedrohungslage treffen auf einen Veranstaltungstermin, der sich nicht verschieben lässt.
Wie lässt sich ein solches Event aus Sicht der IT-Sicherheit vorbereiten und absichern? Welche Herausforderungen entstehen, wenn hunderte Systeme und Organisationen zusammenarbeiten müssen?
Im ETC-Webinar „Wenn Millionen zuschauen: Cybersecurity unter Hochdruck“ gibt Martin Pils, Head of Cybersecurity beim Eurovision Song Contest in Wien, Einblicke in die Sicherheitsorganisation hinter der Veranstaltung.
Wir haben einige der wichtigsten Erkenntnisse für Sie zusammengefasst. Die vollständigen Hintergründe und Praxisbeispiele erfahren Sie in der kostenlosen Webinaraufzeichnung.
Ein internationales Live-Event stellt besondere Anforderungen an die IT-Sicherheit. Anders als bei vielen klassischen IT-Projekten gibt es einen fixen Zeitpunkt, zu dem sämtliche Systeme funktionieren müssen. Während einer Live-Übertragung können technische Störungen unmittelbare Auswirkungen auf die Produktion haben.
Beim Eurovision Song Contest in Wien mussten unterschiedliche technische Bereiche abgesichert werden: von der IT-Infrastruktur des Veranstaltungsortes über die Fernsehübertragung bis hin zu Lichtsteuerung, Bühnentechnik und klassischen Office-Systemen.
Dazu kamen zahlreiche externe Dienstleister, unterschiedliche Verantwortlichkeiten und eine Infrastruktur, die speziell für die Veranstaltung aufgebaut wurde.
Die Größenordnung zeigt, wie komplex diese Aufgabe war:
Die zentrale Herausforderung bestand darin, diese unterschiedlichen Bereiche abzusichern, ohne den laufenden Produktionsbetrieb zu beeinträchtigen.
Für IT-Verantwortliche ist das ein interessantes Praxisbeispiel. Denn auch in Unternehmen müssen gewachsene IT-Landschaften, externe Partner und unterschiedliche Sicherheitsanforderungen miteinander vereinbart werden.
Eine der grössten Herausforderungen war die Vielzahl unterschiedlicher Systeme und Organisationen.
Bei einem internationalen Event sind nicht alle technischen Komponenten Teil einer zentral verwalteten IT-Infrastruktur. Unterschiedliche Lieferanten betreiben eigene Netzwerke, Produktionssysteme und Sicherheitslösungen.
Das wirft wichtige Fragen auf: Wie lassen sich Risiken über Unternehmensgrenzen hinweg bewerten? Wer ist bei einem Sicherheitsvorfall verantwortlich? Und wie können Security-Teams ein gemeinsames Lagebild entwickeln, wenn nicht alle Systeme zentral überwacht werden?
Beim Eurovision Song Contest wurde deshalb ein Ansatz gewählt, bei dem Lieferantensicherheit, Risikomanagement und organisationsübergreifende Koordination eine wesentliche Rolle spielten.
Hinzu kam die Bedrohung durch Cyberangriffe. Im Webinar berichtet Martin Pils unter anderem über Distributed-Denial-of-Service-Angriffe (DDoS), Betrugsversuche und das Monitoring potenzieller Bedrohungen.
Dabei ging es nicht ausschliesslich um technische Schutzmassnahmen. Ebenso entscheidend waren klare Zuständigkeiten, abgestimmte Kommunikationswege und die Vorbereitung auf mögliche Krisensituationen.
Welche konkreten Entscheidungen das Team traf und weshalb bestimmte klassische Security-Ansätze für dieses Event nicht geeignet waren, erklärt Martin Pils anhand der tatsächlichen Umsetzung.
Auch wenn die Dimensionen des Eurovision Song Contest aussergewöhnlich sind, lassen sich aus der Sicherheitsorganisation wichtige Erkenntnisse für den IT-Alltag ableiten.
Wirksame IT-Sicherheit entsteht nicht erst dann, wenn ein Angriff erkannt wird.
Beim Eurovision Song Contest begann die Vorbereitung Monate vor der Veranstaltung. Risiken wurden identifiziert, technische Abhängigkeiten untersucht und Verantwortlichkeiten zwischen den beteiligten Organisationen abgestimmt.
Key Takeaway: Frühzeitiges Risikomanagement schafft die Grundlage für fundierte Sicherheitsentscheidungen. Das gilt für internationale Live-Events ebenso wie für Cloud-Migrationen, IT-Projekte oder den laufenden Unternehmensbetrieb.
Moderne IT-Infrastrukturen sind eng mit externen Dienstleistern und Technologiepartnern verbunden. Dadurch entstehen Abhängigkeiten, die bei der Sicherheitsplanung berücksichtigt werden müssen.
Beim Eurovision Song Contest spielte die systematische Prüfung und Einbindung von Lieferanten eine zentrale Rolle.
Key Takeaway: Die Sicherheit einer Organisation hängt auch davon ab, wie gut externe Partner ihre Systeme schützen und wie klar die gemeinsamen Sicherheitsanforderungen definiert sind.
Technische Monitoring-Lösungen liefern wichtige Informationen über den Zustand einer IT-Infrastruktur. Für eine wirksame Reaktion müssen diese Informationen jedoch richtig eingeordnet und an die zuständigen Personen weitergegeben werden.
Beim Eurovision Song Contest arbeiteten unter anderem Security-Verantwortliche, technische Dienstleister und Behörden zusammen.
Key Takeaway: Ein gemeinsames Lagebild, klare Kommunikationswege und eingespielte Prozesse sind wesentliche Voraussetzungen für ein funktionierendes Cybersecurity-Krisenmanagement.
Diese drei Erkenntnisse zeigen, dass Cybersecurity weit über einzelne Sicherheitstechnologien hinausgeht. Entscheidend ist das Zusammenspiel von Menschen, Organisation und Technik.
Wie sieht die operative Cybersecurity-Arbeit bei einem Event dieser Grössenordnung tatsächlich aus?
Im Webinar zeigt Martin Pils, wie das Cybersecurity Center organisiert war und welche Informationen für die laufende Sicherheitsbewertung benötigt wurden.
Besonders interessant ist der gewählte Monitoring-Ansatz. Anstatt sämtliche Systeme in einem zentralen Security Operations Center (SOC) zusammenzuführen, wurden die bestehenden Monitoring-Möglichkeiten der beteiligten Organisationen genutzt.
So konnten Informationen aus unterschiedlichen technischen Bereichen in einem gemeinsamen Lagebild berücksichtigt werden.
Die Aufzeichnung behandelt ausserdem die Zusammenarbeit mit Behörden, die Überprüfung von Lieferanten und die Vorbereitung auf mögliche Sicherheitsvorfälle.
Martin Pils erläutert dabei auch, weshalb die persönliche Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Expert*innen einen wesentlichen Beitrag zur Sicherheitsorganisation leistete.
Für IT-Security-Verantwortliche bietet dieser Einblick die Gelegenheit, etablierte Sicherheitskonzepte aus einer anderen Perspektive zu betrachten.
Denn während viele Unternehmen über zentrale Monitoring-Systeme, standardisierte Prozesse und definierte Sicherheitsarchitekturen verfügen, erfordern temporäre und heterogene Infrastrukturen teilweise andere Vorgehensweisen.
Wie diese Entscheidungen in der Praxis umgesetzt wurden, welche Herausforderungen dabei entstanden und welche Erfahrungen das Team mitgenommen hat, erfahren Sie in der Webinaraufzeichnung.
Zu den Herausforderungen gehörten die Absicherung zahlreicher Netzwerke, die Koordination externer Lieferanten, das Risikomanagement sowie der Schutz vor Cyberangriffen. Gleichzeitig mussten die technischen Systeme für die Live-Produktion zuverlässig verfügbar bleiben.
Wichtige Erkenntnisse betreffen die frühzeitige Risikoanalyse, die Einbindung externer Dienstleister und die organisationsübergreifende Zusammenarbeit. Besonders relevant ist die Frage, wie Security-Teams auch in komplexen IT-Umgebungen ein gemeinsames Lagebild entwickeln können.
Martin Pils war als Head of Cybersecurity in die Sicherheitsorganisation des Eurovision Song Contest in Wien eingebunden. Im ETC-Webinar berichtet er über die Planung, Umsetzung und praktischen Erfahrungen aus diesem Projekt.
Über das bereitgestellte Formular können Sie die Webinaraufzeichnung anfordern. Nach dem Ausfüllen erhalten Sie Zugriff auf das vollständige Webinar mit Dr. Stefan Schiebeck.