Vibe Coding ist ein Ansatz der KI-gestützten Softwareentwicklung, bei dem funktionsfähiger Quellcode primär durch natürliche Sprache erzeugt wird. Anstatt Code manuell zu schreiben, beschreibt der Mensch einer künstlichen Intelligenz, meist einem Large Language Model (LLM), was eine Anwendung leisten soll. Die KI generiert daraufhin den entsprechenden Code, der anschließend iterativ angepasst oder erweitert wird. Der Fokus verschiebt sich damit von der klassischen Programmierung hin zur präzisen Beschreibung von Anforderungen.
Im Unterschied zu etablierten Entwicklungsansätzen steht beim Vibe Coding nicht das konkrete Beherrschen einer Programmiersprache im Vordergrund, sondern die Fähigkeit, Anforderungen verständlich, strukturiert und kontextreich zu formulieren. Dieser Paradigmenwechsel macht den Ansatz sowohl für Entwickler*innen als auch für technisch weniger versierte Anwender*innen attraktiv, wirft jedoch gleichzeitig neue Fragen zur Code-Qualität und Kontrolle auf.