Österreich hat großen Nachholbedarf bei digitaler Fitness!

Das aktuelle „Digital Skills Barometer“ zeigt mit der europaweit ersten Erhebung deutliche Wissenslücken der Österreicher*innen bei grundlegenden digitalen Kompetenzen auf.

 

Wir sind digital nicht so kompetent, wie wir selbst von uns glauben. In kurzen Worten ist das die Zusammenfassung des ersten Digital Skills Barometers für Österreich.

In einer Online-Umfrage unter 4.000 Personen ab 16 Jahren wurden sowohl Selbsteinschätzung als auch Verständnis abgefragt. Und der digitale Wissensstand der Österreicher ist nicht besonders gut.

In Kooperation mit dem Bundesministerium für Finanzen, dem Beratungsunternehmen Accenture und ETC – Enterprise Training Center hat fit4internet mit dem Digital Skills Barometer das – österreich- und europaweit – erste repräsentative, wissenschaftlich fundierte Lagebild über den tatsächlichen Digitalisierungsgrad der österreichischen Bevölkerung ermittelt.

(v.l.n.r. Reinhard Gojer, Florian Tursky, Ulrike Domany-Funtan, Michael Zettel, Christoph Becker)

 

Österreich auf Platz 11 – im EU-Mittelfeld

Die durchschnittliche digitale Fitness der Österreicherinnen und Österreicher liegt aktuell bei einem Wert von 41,6 Prozent. Um am digitalen Leben vollständig teilnehmen zu können, bräuchte es allerdings eine Abdeckung von 60-80 Prozent.

Frau und Herr Österreicher können damit zwar Aufgaben in der digitalen Welt selbstständig durchführen, allerdings nur so lange keine Probleme auftreten – Bsp.: WhatsApp umfänglich bedienen, Nachrichten und Fotos verschicken, und Privatsphäre-Einstellungen anpassen. Bei Problemen brauchen sie Unterstützung.

Bild: fit4internet

In Österreich fehlen den Unternehmen nicht nur gut ausgebildete IT-Kräfte, aktuell rund 24.000 in ganz Österreich, sondern auch die digitalen Grundkenntnisse bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sind nur schwach vorhanden. „9 von 10 Berufen erfordern eine digitale Grundkompetenz“, sagte Florian Tursky, Staatssekretär für Digitalisierung und Breitband bei der Präsentation der Studie eine mit fit4internet, Accenture Österreich und ETC – Enterprise Training Center

Teilnahme am sozialen Leben 

Um in der heutigen Zeit am sozialen und beruflichen Leben teilhaben zu können, ist zunehmend digitaler Kompetenz notwendig, sowohl um in Kontakt mit Bekannten, Familie und Freunden zu bleiben als auch um Alltagsaufgaben selbstbestimmt und sicher zu erledigen. Eine besondere Herausforderung des digitalen Alltags stellt dabei

Der richtige Umgang mit Informationen im Internet stellt eine besondere Herausforderung des digitalen Alltags dar, so Staatssekretär Tursky. Digitale Fitness ist doppelt wichtig, einerseits um fit gegen Cyberkriminalität zu sein, so der Staatssekretär, als auch als wichtiger Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit Österreichs, Europas und für individuelle Chancen am Arbeitsmarkt.

Viele überschätzen die eigene digitalen Fitness

Überraschend ist, dass sowohl Frauen als auch Männer ihre digitale Fitness enorm überschätzen: So liegen zwischen der Selbsteinschätzung der digitalen Fitness und dem tatsächlichen Wissen rund 36 Prozent, das entspricht rund zwei Kompetenzstufen. Je höher der Bildungsgrad der Befragten ist, desto geringer fällt die Überschätzung der eigenen digitalen Kompetenzen aus.

Bild: fit4internet

 

Frauen sind digital weniger gut ausgerüstet

Einen Gender-Gap gibt sowohl bei der digitalen Bildung als auch in der Nutzung von Home-Office und bei der digitalen Ausstattung. 42,6 Prozent aller Befragten arbeiten gelegentlich im Home-Office. Von ihnen erhalten jede fünfte Frau keine Arbeitsausstattung durch den Arbeitgeber. Bei den Männern ist dies nur bei jedem achten der Fall.  Eine solche Benachteiligung kann sich Österreich allerdings nicht länger leisten.

„Gerade in einer wirtschaftlich fordernden Zeit müssen wir die Chancen der Digitalisierung für Wertschöpfung, Arbeitsplätze und Lebensqualität offensiv nutzen“, so Tursky „Digitales Wissen ist in jeder Hinsicht der Treibstoff für die Zukunft. Deshalb rate ich jedem zu einem digitalen Workout, denn Einschätzung und Realität liegen oft weit auseinander“, so der Staatssekretär.

Wo der größte Wissensmangel herrscht

Der größte Wissensmangel besteht in den Kompetenzen Grundlagen und Zugang (Wissen über Apps und deren Installation, Konzepte der Digitalisierung und Barrierefreiheit, etc.), sowie Sicherheit (Schutz von personenbezogenen Daten, Geräten und eigener Privatsphäre, aber auch Themen wie Umwelt und Nachhaltigkeit, zunehmend relevant ist auch Schutz vor Betrug und Konsumentenmissbrauch). Hier befinden sich 60 Prozent auf Kompetenzstufe 1.

Bild: fit4internet

 

Die Ergebnisse der Studie sind hier abrufbar.

Österreich bietet als erstes Land der EU eine Lösung an, um digitale Kompetenzen von Personen aussagekräftig zu messen und zu zertifizieren – mit dem Dig-CERT.

Mehr über die partnerschaftliche Lösung von fit4Internet und ETC erfahren Sie hier.

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